Sehr vielseitiger und gut durchdachter Kletterrucksack mit vielen Features.
VORTEILE
- Helmhalterung
- Stock-/Eispickelhalterung
- abnehmbares Deckelfach
- abnehmbarer Hüftgurt
- große Frontöffnung
- Fach für Trinkblase
NACHTEILE
- Tragesystem/ Rückenteil
BEWERTUNG
Ich habe von OutsideStories den Mutant 52 von Osprey zur Verfügung gestellt bekommen und möchte nun hier meine Erfahrungen mit dem Rucksack mit euch teilen.
Der Mutant von Osprey ist dieses Jahr in der 5. Generation erschienen und es gibt ihn in den Größen 22l, 38l und 52l. Es handelt sich bei dem Rucksack ganz klar um einen Rucksack der für das Klettern und Bergsteigen optimiert wurde. Das macht sich an vielen Kleinigkeiten auf welche ich später noch genauer eingehe. Den Rucksack gibt es in der beiden Größen s/m und m/l. Diese Maße beziehen sich auf die Rückenlänge des Trägers. Welche Größe man selber braucht kann in der Osprey eigenen App berechnet werden.
Allgemeines:
Der Rucksack kostet in der 52l Variante 180,00€ auf der Internetseite von Osprey. Er wiegt 1,55 kg und hat im Vollgepackten Zustand Maße von 74x56x30 cm. Der Rucksack selber besteht aus nur einem großen Hauptfach welches über eine sehr große Öffnung oben erreichbar ist.

Im Hauptfach integriert ist ein Einschubfach mit einem Haken an dem eine Trinkblase befestigt werden kann. Außerdem hat der Rucksack ein Deckelfach mit einem Haken für einen Schlüsselbund o.ä.

Tragesystem:
Das Rücketeil besteht einfach nur aus einer Rückenplatte welche direkt am Rücken anliegt. Auf der Herstellerseite steht diese sei aus einem Schneeabweisenden Material, das konnte ich aber während der Testphase leider noch nicht ausprbieren. Für die wärmeren Tage hätte ich mir aber lieber ein Tragesystem mit Rückenbelüftung gewünscht.

Der Hüftgurt ist recht dünn und aus dem gleichen Material wie die Rücknplatte. Trotzdem verteilt er das Gewicht sehr gut über die ganze Breite der Hüften und tut damit was er soll. Am Hüftgurt ist am rechten und linken Flügel jeweils eine Materialschlaufe fürs Klettern sowie eine Halterung für eine Eisschraube angebracht.

Der Brustgurt ist in der Höhe verstellbar und hat in der Schnalle integriert eine Signalpfeiffe.
Besonderheiten:
Im Folgenden zähle ich alle Besonderheiten die den Rucksack zu einem wirklich durchdachten Kletterrucksack machen.
Im Deckelfach integriert ist eine Helmhalterung aus Mesh mit der man einen Kletterhelm oben oder vorne auf dem Rucksack befestigen kann:



Unter dem Deckefach verläuft ein Riemen mit Schnalle mit welchem ein Seil befestigt werden kann.
Das Deckelfach kann mit zwei Schnallen ganz einfach abgenommen werden um mehr Kopffreiheit zu erhalten. Wenn das Deckelfach abgenommen ist schützt das "FlapJacket" von Osprey den Rucksack Inhalt vor Feuchtigkeit und davor herauszufallen. Das FlapJacket ist im Rucksackverschluss integriert und über einen Klettverschluss erreichbar. Es wird ganz normal in die gleichen Schnallen geklipst wie auch das Deckelfach.

Der Rucksack hat eine Halterung für Eispickel oder Wanderstöcke sowie seitliche Kompressionsriemen um das Volumen uin den Inhalt anzupassen und alles nah am Rücken zu tragen.

Der Hüftgurt kann mithilfe eines Klettverschlusses abgenommen werden wenn er zum beipiel beim Klettern stört. Genauso kann man auch die Rückenplatte aus Kunststoff mit ihren Aluverstrebungen herausgenommen werden. Wenn beide teile abgenommen sind kann man dadurch 725g Gewicht sparen was zum Beispiel in schweren Seillängen oder wenn man den Rucksack nachzieht sehr hilfreich sein kann.
Fazit:
Wer einen Rucksack zum Klettern oder für alpine Touren sucht wird mit dem Mutant 52 sicherlich zufrieden sein. Durch die vielen durchdachten Details und Kleinigkeiten ist der Rucksack in diesen Disziplinen auf jeden Fall der perfekte Begleiter. Einzig für das Rückenteil gebe ich ein Zelt abzug, da wie ich finde die Nachteile dieser Version überwiegen.
Ich kann den Rucksack auf jeden Fall mit gutem Gewissen weiterempfehlen!




